Chaarismatisch von Kopf bis Fuß – Der Artikel rund um das Thema Haare

06:06

Jeder liebt Sie, jeder verteufelt Sie. Die Haare. Jeden Tag wird sich mit diesem Teil unseres Körpers beschäftigt, aber was wissen wir überhaupt über unsere Haar. Und wie kann die Kopfpracht frisiert werden ohne dass die Haare dabei abbrechen oder schlimmer, gar ausfallen.


Das Haar in Form und Struktur


Das Haar wird in Haarwurzel und Haarschaft gegliedert. Der Schaft, das eigentlich Haar, kann grob in drei Schichten unterteilt werden. Die äußere schützende Schicht, die Cuticula (Schuppenschicht oder Hornschicht) besteht aus abgestorbenen verhornten Zellen. Diese Haarschuppen liegen ziegelartig übereinander und bestehen aus meist sechs bis zehn Zellschichten. Eine gesunde Schuppenschicht liegt dem Haar flach auf, wodurch sich eine glatte und glänzende Oberflächenstruktur ergibt. Je gesünder die Schuppenschicht, desto gesünder das Haar selbst.

Der Cortex (Faserschicht oder Faserstamm) besteht aus Faserbündeln, welche Proteine und die uns bekannten Keratine bündeln. Die einzelnen Keratin-Moleküle bilden helikale Fibrillen, die über Schwefelbrücken miteinander verbunden sind. Dieser Aufbau verleiht dem Haar Elastizität, und Stärke. Je mehr Disulfidbrücken im Haar gebildet werden, desto lockiger sind auch die Haare.
Die Medulla befindet sich direkt unter dem Cortex. Dieser Teil des Haares ist nicht bei allen Menschen vorhanden. Er gibt jedoch die Dicke des Haares vor.


Das Wachstum beginnt an der Wurzel


Nicht jedes Haar ist gleich lang und auch gleich alt. Unsere Haare wachsen in Zyklen, die in verschiedene Phasen unterteilt sind. Der Haarzyklus beginnt mit der Anagenphase, auch Wachstumsphase genannt, in welcher eine neue Haarwurzel ausgebildet wird. Sie dauert ungefähr zwei bis sechs Jahre und etwa 90% der Haare befinden sich in dieser Phase. Das Haar kann in diesem Zeitraum bis zu einem Zentimeter pro Monat wachsen. Jedoch ist die Länge der Haarpracht oft beschränkt und erreicht zumeist nicht mehr als 70 cm.

Entweder hat das Haar nicht die Stärke und Elastizität, weshalb es abbricht oder die Lebenszeit ist zu kurz um darüber hinaus zu wachsen. Denn mit der Katagenphase kommt das Ende des Haarwachstums. Die Katagenphase dauert hingegen nur zwei bis drei Wochen. In dieser Phase wird das Wachstum eingestellt, das Haar löst sich aus der Papille und der Follikel verkümmert. Ein Verlust von 50 bis 100 Haaren pro Tag wird hierbei als normal angesehen und gilt nicht als Haarausfall. Die letzte Phase, Telogenphase (Endphase), dauert zwischen zwei und vier Monaten. In dieser Zeit regenerieren sich Papille und Follikel, wodurch ein neues Haar entstehen kann.

Das Haarwachstum hat nicht nur den Vorteil besonders schön auszusehen, sondern auch den Körper zu wärmen, die Haut vor UV-Strahlung und Austrocknung zu schützen und auch den eignen Körpergeruch (Pheromone) besser zu verteilen. Doch der Mensch hat seit jeher sein Augenmerk eher dem Styling der Haarpracht gewidmet. Wie aber kann man das Haar so zurecht machen, dass es schön aussieht aber möglichst wenig strapaziert wird?


Strapazenfrei Frisieren


Die richtige Pflege machts. Hierbei gilt es auf Silikone und alkalische Produkte zu verzichten. Silikone machen das Haar zwar weicher, aber sie lagern sich ab und machen das Kopfhaar somit schwerer. Alkalische Produkte hingegen greifen die Schutzschicht (Cuticula) an. Die Hornschüppchen lösen sich und das Haar erscheint matt und spröde. Zudem können die Schuppen den Cortex nicht mehr umschließen und schützen. Besser sind säurehaltige Kosmetika oder eine Saure Rinse mit Apfelessig. Auch das Versiegeln der Haare mit Öl nach dem Duschen hilft die Feuchtigkeit im Haar zu behalten. Um möglichst lange etwas von seinen Haaren zu haben empfiehlt es sich ebenfalls diese nicht mit unnötig viel Hitze zu stylen. Glätteisen und Co. zaubern zwar eine schöne Frisur, sind aber auf Dauer doch schädlicher.

Wer trotzdem nicht auf sein Glätteisen oder seinen Lockenstab verzichten möchte, der sollte vor dem Gebrauch unbedingt ein Hitzespray verwenden. Dieses schützt die Haare vor der Hitze durch den direkten Kontakt mit dem Glätteisen. Wichtig ist, seinen Haaren immer mal eine Pause zu gönnen, nur so kann sich das Haar erholen. Es bildet sich weniger Splizz und das Haar hat eine längere Lebensdauer.

You Might Also Like

1 Kommentare

Follower